Gemeinde Stetten am kalten Markt

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Stetten am kalten Markt
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Katholische Kirche

Katholische Kirchengemeinde

Die Katholische Kirche Stetten am kalten Markt umfaßt die Kirchengemeinden St. Mauritius in Stetten am kalten Markt, St. Silvester in Frohnstetten und St. Zeno in Storzingen.

Katholisches Pfarramt
Pfarrgasse 1, 72510 Stetten am kalten Markt

Ansprechpartner:

Edwin Müller, Pfarrer  
Elke Gehrling, Gemeindereferentin
Michael Adelbert, Diakon
Marion Tuerk, Sekretärin
Telefon: 07573 2215
Telefax: 07573 92013
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Unsere Bürozeiten:
Montags + Mittwochs geschlossen
Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

Die Katholische Kirchegemeinde bietet als Begegnungsstätte das HDB (Haus der Begegnung) in der Pfarrgasse 3 an.

Die Kirchengemeinden arbeiten mit dem Bildungswerk zusammen.
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Pfarrkirche St. Mauritius

Pfarrkirche St. Mauritius


um  1275        Eine besondere Kostbarkeit der Pfarrkirche ist der untere Teil des Turmes mit den Malereien
                        aus dem 15. Jahrhundert; eines der ältesten Bauwerke des Landkreises Sigmaringen.
1623 - 1626   Neubau einer größeren Kirche. Bis zum Neubau handelte es sich um eine Turmchoranlage;
                        der untere Teil des Turmes bildete dabei gleichzeitig den Chor der Kirche.
1659/1755     Guss der historischen Glocken „Mauritius-Glocke“ und „Marienglocke“ durch die Glockengießer
                        Honorez und Claude Rozier in Rottenburg am Neckar. Die 3. Glocke wurde von Franz Anton
                        Grieshaber in Salem gegossen.
1738/1744     Errichtung des barocken Hochaltares und des Kanzelkorbes durch den Pfullendorfer Bildhauer
                        Johann Felizian Hegenauer
1924               Bei einer Kirchenrestaurierung wurden die Deckgemälde und mehrere Wandgemälde
                        geschaffen.
1957/1958     Feierliche Grundsteinweihe für den Erweiterungsbau. Nach Beendigung des ersten
                        Bauabschnittes folgte im folgenden Jahr die Renovation der Gesamtkirche. Die Pläne für die
                        Kirchenerweiterung entwarf Baurat Max Schätzle vom Erzbischöflichen Bauamt Konstanz. Bei
                        der Gesamtrenovierung der Kirche wurde auch die Gruft der Herren von Hausen und Stetten
                        geöffnet. Ein in den Fußboden eingelegtes Kreuz bezeichnet heute den Eingang der Gruft.
1960               Im März wurde durch den Beuroner Erzabt Dr. B. Reetz die Orgel der Kirche eingeweiht.
1980/81          Renovation des Daches, Deckenisolierung, Doppelfenster. Die Farbgestaltung der Kirche
                        aussen (gelb) und innen wurde neu in Mineralfarben ausgeführt, ebenso der Altarraum neu
                        gestaltet.
1992              Der Glockenstuhl musste erneuert werden
1993/1994     Restaurierung der Turmanlage mit den Fresken aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
2009/2010     Restaurierung des Kirchenschiffes           

Friedhofskapelle Stetten

Friedhofskapelle Stetten

Drei-Tritten-Kapelle

Drei-Tritten-Kapelle

Die Legende der Dreitrittenkapelle:

Es wurde erzählt, daß dort Jesus im Fels seine Spuren hinterlassen habe. Dort wo die Kapelle jetzt steht, war einst die Pferdeweide des Ortes. Einer der Roßbuben tat sich durch fürchterliches Fluchen hevor. Als er einstmal wieder bös fluchte, stand der liebe Gott in Menschengestalt vor ihm und drohte ihm. Da nahm der Bub seine Geisel und wollte auf den lieben Gott einschlagen. Dieser sprang aber mit drei Schritten über drei Steine hinweg und der Roßbub ihm nach. Dieser konnte ihn nicht erwischen, denn Jesus versteckte sich hinter einem Busch und ward nicht mehr gesehen. An den Fußabdrücken - den drei Tritten im Gestein - erkannten nun die Roßbuben, daß sie einer Erscheinung Jesu Christi teilhaftig geworden sind. Das Geschehen sprach sich rasch herum und der Ort, wo die Fußspuren zu sehen waren, wurde bald von Fußleidenden aufgesucht um geheilt zu werden. So entstand eine Wallfahrtsstätte, an welcher die heutige Kapelle gebaut wurde.

Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert gebaut und ist umgeben mit 15 Kreuzwegstationen. Sie ist heute verbunden mit einer Gedenkstätte für die Soldaten der Panzerbigade 29, die im Dienst tödlich verunglückten.

Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus ist die Dreitrittenkapelle bekannt.

Am 09.06.1996 wurde eine Feier zum 300jährigen Bestehen der Kapelle und Abschluss der aufwendigen Renovierung der Kapelle und der Kreuzwegstationen abgehalten.

 

Pfarrkirche St. Silvester Frohnstetten

Pfarrkiche St. Silvester

1617 erbaut vom Graubündner Architekten Martin Balbieri im Auftrag des Ortsherrn Georg Dietrich von Westerstetten und seiner Gemahlin Barbara geborene von Stauffenberg. Zu ersehen aus der Bronzetafel (aus der gleichen Zeit) an der Westwand im Inneren des Kirchenschiffes.

Der reich dekoriert Altaraufbau aus dem fühen Rokoko (eine der bemerkenswertesten Schöpfungen des führen Rokoko im Kreis Sigmaringen) wurde von Franz Joseph Zoller  im Jahr 1736 geschaffen; die Altarbilder aus derselben Zeit stammen vom Saulgauer Barockmaler Johann Caspar Koler.  Auftraggeberin war die damalige Fürstäbtissin von Buchau, Maria Antonia Constantina von Falkenstein.

 

Sebastianskapelle (Friedhofskapelle) Frohnstetten

Sebastianskapelle Frohnstetten

Die Sebastianskapelle wurde 1936 als Ersatz für die alte, zwei Kilomer westlich des Ortes im Truppenübungsplatz gelegene errichtet.  Die alte Kapelle wurde am 16./17 Dezember 1936 abgebrochen.

Pfarrkirche St. Zeno Storzingen

Pfarrkirche St. Zeno

1758 nach Plänen des Meßkircher Baumeisters Franz Singer von Pfarrer Johann Christopf Zembroth erbaut

St. Eligius Kapelle Oberglashütte

St. Eligius Kapelle Oberglashütte

St. Judas Thaddäus Kapelle Unterglashütte

St. Judas Thaddäus Kapelle Unterglashütte

St. Martinskapelle (Drei-Königs-Kapelle) Nusplingen

St. Martinskapelle (Drei-Königs-Kapelle) Nusplingen

Seit Generationen ist das Dreikönigsfest für die Bürgerinnen und Bürger des Stettener Ortsteils Nusplingen ein ganz besonderes Ereignis. An diesem Tag feiern sie das Patrozinium ihrer kleinen „Dreikönigskapelle“. Jung und Alt kommen der alten Tradition Jahr für Jahr nach und sitzen nach dem feierlichen Hochamt noch in gemeinsamer Runde im urgemütlichen Gasthaus „Adler“ zusammen.

Nicht nur ehemalige Nusplinger kehren an diesem Tag gerne in ihre alte Heimat zurück, sondern auch manche Stettener lassen sich diese Besonderheit am Dreikönigsmorgen nicht entgehen, gehören seit Jahrzehnten genauso zu den Stammgästen wie viele  „Einheimische“. Das festzustellen ist ziemlich einfach. Denn seit ewigen Zeiten macht nach dem Gottesdienst im Gasthaus Adler ein kleines Büchlein die Runde, in das man sich einträgt und für die Nachkommen festhält, „dass man dabei war, am traditionellen Dreikönigstag in Nusplingen“. Und die jeweiligen „Bosse oder Anführer“ (meist die Bürgermeister) hielten und halten alljährlich ihre „Dreikönigsgedanken“ in dem kleinen Buch fest. So lassen diese heute natürlich einen recht interessanten Rückblick auf die Nusplinger-, Stettener-, Europa- und Weltgeschichte vergangener Jahrzehnte zu. Während sich früher nur die „Auswärtigen“ in das Buch eintragen durften, genießen die Nusplinger seit der Jahrtausendwende das gleiche Recht. Die ersten noch vorhandenen Unterschriften liegen aus dem Jahre 1933 vor, dem Jahr der Machtergreifung Adolf Hitlers: „Trotz Elend und Not, wir glauben und hoffen“, scheint man damals der bevorstehenden Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zuversichtlich entgegen geblickt zu haben. Doch welches Elend Hitler letztlich über Deutschland brachte lässt sich am Eintrag des Jahres 1949 ablesen: „Im vierten Jahr nach dem Völkerringen haben wir immer noch keinen Frieden und immer sind noch ein Teil unserer Soldaten in Gefangenschaft. Nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft erhält uns die Kraft zum Wiederaufbau“.   

Doch egal, wie schlecht die Zeiten auch waren. Die Einkehr im Gasthaus Adler gehörte immer dazu, wo man sich auch heute noch den Glühwein und die heißen Wienerle schmecken lässt. Denn ohne die ist der Dreikönigstag in Nusplingen ebenso undenkbar wie ohne das Hochamt, das am Vormittag in der Kapelle gefeiert wird. Natürlich mit musikalischer Begleitung: Denn regelmäßig finden sich einige Nusplinger Musikanten zusammen, (meist Aktive und Ehemalige der Stettener Feuerwehrkapelle), die es sich nicht nehmen lassen, ihre Mitbürger an diesem Feiertag mit musikalischen Klängen zu erfreuen, die schallend durch die kleine Kapelle tönen.

Schon anno 899 lässt sich die erste Nennung einer Kapelle in dem kleinen Weiler Nusplingen nachweisen, doch die heutige Kapelle wurde später, Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts unter Einbeziehung älterer Bauteile an alter Stelle erbaut. Die Kapelle ist dem hl. St. Martin gewidmet und wird im Volksmund „Dreikönigskapelle“ genannt, was zweifellos auf die um 1500 entstandene „Anbetungsgruppe der Heiligen Dreikönige“ zurück zu führen ist, die einst im Seitenaltar des Kirchleins thronte und heute den Chorraum der Kapelle ziert.  Diese spätgotische Gruppe der „Anbetung der Könige“ ist um 1500 durch einen unbekannten Künstler entstanden und ist das wertvollste Schmuckstück in der Nusplinger Kapelle, in der am Dreikönigstag das traditionsreiche Patrozinium gefeiert wird.

Diese spätgotische Gruppe der „Anbetung der Könige“ ist um 1500 durch einen unbekannten Künstler entstanden und ist das wertvollste Schmuckstück in der Nusplinger Kapelle, in der am Dreikönigstag wieder das traditionsreiche Patrozinium gefeiert wird. 

Diese spätgotische Plastik des heiligen „St. Martin“ (um 1490) ziert heute die Stelle des früheren rechten Nebenaltars. 

Die Nusplinger sind eng mit ihrer Dreikönigskapelle verbunden und haben sich immer wieder für deren Erhaltung und Sanierung eingesetzt. 

Ein Blick ins Innere der Nusplinger Kapelle, in der am Dreikönigstag das Patrozinium gefeiert wird.

(Bilder und Text: Gerd Feuerstein)